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Alles über Steadycam Schwebestative

Camcorder werden klein, leicht und preiswert - aber neigen immer mehr zum Verwackeln

Spätestens seit 2007 kündigt sich auch bei den Consumer-Videogeräten der Abschied vom digitalen Standard Video an (SDV). Immer mehr HDTV Camcorder (HDTV= High-Definition-TV = hochaufgelöstes Fernsehen ) mit hochaufgelösten Bildern erscheinen auf dem Markt , werden preiswerter und sind, weil superleicht, klein und bequem zu transportieren, ideale Reisebegleiter. Und hier kommt, im Zeitalter der Fernreisen, auch das so genannte Schwebestativ ins Spiel.

Steadicam® - die Mutter aller Steadycam SchwebestativeSteadicam® - die Mutter aller Schwebestative

Die Bezeichnung „Schwebestativ“, eigentlich ein Gebrauchswort der Umgangssprache, entstand, weil die mit einem solchem Stativ produzierten Filme den Eindruck vermittelten als würde die Camera schweben. Tatsächlich nannte man das erste Schwebestativ Steadicam® bzw. Steadycam. Es wurde in den USA von Garret Brown Mitte der siebziger Jahre erfunden. Der Einsatz dieses Steadycam Schwebestatives hat das bewegte Bild und die Filmproduktion revolutioniert.

Schwebestative lassen sich in zwei Gruppen aufteilen:

1. Körpergestützte Steadycams für schwere professionelle Kameras

Da sind zum einen die professionellen Steadycam Schwebestative für den Broadcast-Bereich. Diese wurden entwickelt, um die verhältnismäßig schweren Aufnahmegeräte, ab ca. 2,5 Kg bis 6 und mehr, zu führen. Man benutzt hier Körper-Westen, die das Gewicht der Aufnahmevorrichtung auf Körper und Hüfte verteilen, wobei die über einen gefederten Tragarm beweglich geführte Camera von der Hand des Operators gesteuert wird. Hier handelt es sich um  Körpergestützte und handgeführte Steadycam Schwebestative.

2. Handgestützte Schwebestative für leichte Camcorder

Die andere Gruppe sind die handgestützten und handgeführten Steadycam Schwebestative, für die sogenannten Konsumer-Cameras, die heute kaum über 2 kg Gewicht hinausgehen und immer kleiner und leichter werden. Der aktuelle Gewichtsbereich liegt z.B. für 2007 zwischen 200 und 750 Gramm. In dieser Gruppe gibt es nur noch verhältnismäßig wenige Modelle die diesen Gewichtsbereich überschreiten.

DollySteadycam Schwebestativ - Freiheit für den Kameramann

Nachdem die ersten spektakulären Aufnahmen der professionellen Steadycam Schwebestative im Fernsehen für Bewunderung und Begeisterung sorgten, dauerte es nicht lange, bis auch kleinere und leichtere Steadycam Schwebestative in den nächsten Jahren für Consumer-Camcorder auf den Markt kamen. Für heutige Verhältnisse sündhaft teuer, groß und sperrig.

Heute gilt: wer sich einen kleinen, leichten und reisetauglichen Camcorder für 300-600 Euro kauft, wird vermutlich kaum um die 800 Euro für ein Steadycam Schwebestativ ausgeben wollen. Kommen wir zum Punkt: Der Mensch bewegt sich, sein Kopf bewegt sich und seine Augen sind innerhalb der Kopfbewegung ständig in Eigenbewegungen. Der Mensch erlebt sich also ständig in Bewegung. Dies genauso in bewegten Bildern, Filmen etc festzuhalten, war schon immer schon das Ziel, aber die früheren Aufnahmegeräte standen auf festen Stativen oder fahrbaren Stativwagen, so genannten Dollys.

Bewegungen genauso natürlich, wie das menschliche Auge

Erst durch die Erfindung der tragbaren Steadycam Schwebestative, dessen unterster Schwerpunkt immer genau auf den Erdmittelpunkt fixiert blieb, war es möglich, mit einer auf diesem Steadycam Schwebestativ montierten Kamera, ruhig oder rasant gleitende bewegte Bilder festzuhalten, genauso natürlich, wie das menschliche Auge diese wahrnimmt.

SteadyWonder + Camcorder = die entfesselte Kamera

Steadycam Schwebestativ SteadyWonderDer Kamera-Operator kann sich nun mit seinem Steadycam Schwebestativ frei in der Natur, in Bauwerken, Räumen, Gängen, Fluren, in allen Flug- und Fahrzeugen und wenn die Handlung es verlangt auch unabhängig von Aufnahmestudios, oder deren Kulissen, in Freizeitparks, Stadien, Sport- und Event-Arenen, ohne den früher nötigen Geräteaufwand, bewegen.

Die entfesselte Kamera in des Wortes vollster Bedeutung ist somit Realität geworden. Wer das Wirken der Steadycam Schwebestative sehen will, braucht nur das tägliche Fernsehen zu verfolgen. Heutzutage gibt es fast keine Film- und Fernsehproduktion mehr, in welcher nicht in mindestens einer Szene eins Steadycam Schwebestatives zum Einsatz kommt

Fazit

Jeder Besitzer einer Videokamera kann nun mit einem Steadycam Schwebestativ mit einwenig Übung mit seiner Kamera langsam oder auch schnell laufen, vorwärts oder rückwärts, im Kreise drehend, bergauf, bergab, treppauf, treppab, selbst auf dem Fahrrad, in Fahrzeugen, in Geräten der Vergnügungsparks, allen Räumen einer Wohnung, Fluren und Aufzügen, in Museen und Ausstellungen, kurz, überall wo er sich ungehindert bewegen kann, sich selbst mit der Kamera auf einem Steadycam Schwebestativ zur „entfesselten Kamera“  machen.

Das Faszinierendste an diesen Aufnahmen ist, dass innerhalb der Kamerabewegungen, also auch bei der späteren Wiedergabe, keinerlei störende Unruhe (Wackler und Ruckler) zu sehen sind.

Steadicam® ist eingetragendes Warenzeichen der Tiffen Company

Autor: Wilhelm G. Wennmann