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Steadycam Schwebestativ Funktionsprinzip

Das Funktionsprinzip von Steadycam Schwebestativen lässt sich am anschaulichsten mit einer Apotheker-Feinwaage erläutern:

Die Apotheker-Feinwaage

In die Waagschale der einen Seite kommen die Arzneien, Pülverchen etc. In die Waagschale der anderen Seite so viele Gewichte bis diese dem Gewicht des Inhaltes der anderen Waagschale entsprechen. Der Zeiger des Waagbalkens zeigt nun für beide Seiten ein Gleichgewicht an. Übertragen wir diese Erkenntnisse nun auf Steadycam Schwebestative. Die betriebsbereite Kamera sitzt bildlich in der einen Waagschale, natürlich oben in der Befestigungsvorrichtung des Steadycam Schwebestativ. So wie jeder Waagbalken in der Mitte einen Drehpunkt hat, so besitzt auch das Steadycam Schwebestativ einen Drehpunkt. Auf der anderen Seite des Drehpunktes, in der anderen Waagschale, befinden sich die Ausgleichsgewichte, die wir Balance-Gewichte nennen.

Schwebestativ - auf die Balance kommt es an

In diesem Balance-System müssen unbedingt beide Seiten vom Drehpunkt absolut gleich schwer sein, sich in der Waage befinden, anders ausgedrückt „in der Balance“. Dabei gilt auch, wenn der Waagenarm der Waage auf einer Seite länger ist als auf der anderen Seite, müssen nun weniger Gewichte auf der Seite des längeren Tragarms den Ausgleich, also die Balance, herstellen. Merke: Nur wenn das Aufnahmegerät auf des Steadycam Schwebestativs, gemeinsam mit dem Stativgewichts-Anteilen, die sich oberhalb des Stativdrehpunktes befinden, genauso viel wiegt, wie der Stativgewichtsanteil und die Balancegewichte unterhalb des Drehpunktes, handelt es sich um ein echtes Balancesystem.

Balance- vs. Pendel- Steadycam

Eine genau einjustiertes (getrimmtes) Steadycam Schwebestativ arbeitet so präzise, dass auch abrupte Hin- und Herbewegungen, ja förmliches Verreißen, das Balancesystem nicht zum „Pendeln“ bringt. Dies bedeutet, egal wie der Tragehandgriff, oder die Tragevorrichtung bewegt wird, die Kamera und das Steadycam Schwebestativ bleiben ruhig in Ihrer Lage. Bei allen Steadycam Schwebestativen, die aufgrund ihrer Konstruktion diese absolute Balance nicht herstellen können, welche also unterhalb des Drehpunktes den Hauptgewichtsanteil führen, handelt es sich um „Pendelsysteme“. Das bedeutet, ein angestoßenes Pendel „schwingt“. Man benötigt keine Fantasie um sich diese Tragweite für ein Aufnahmesystem vorzustellen!

Die Berechnung des Balancegewichtes

Ein solides Steadycam Schwebestativ wird einzeln getestet und dabei wird ein Gewichts-Divisor für jedes einzelne System ermittelt. Der Benutzer braucht nur noch die jeweilige, einsatzfertige Kamera genau zu wiegen und das ermittelte Gewicht durch diesen Divisor teilen. Er erhält damit das genaue Gewicht der erforderlichen Balancegewichte für das Steadycam Schwebestativ. Dieses Verfahren wurde von uns im Jahre 1998 erstmalig entwickelt und seitdem perfektioniert.

Ein schwere Steadycam kann keine leichte Kamera stabilisieren

Aus den vorstehenden Schilderungen lässt sich für jeden technisch begabten Menschen ableiten warum ein Steadycam Schwebestativ, welches selbst ein Eigengewicht von z.B. 750 Gramm besitzt, keine 240 Gramm leichte Kamera ausbalancieren kann. Eine 240 Gramm leichte Camera kann man nur mit einem Steadycam Schwebestativ, welche, ohne Gewichte, nicht schwerer als 240 Gramm ist, ausbalancieren. Bei der Steadycam SteadyWonder Light ist dies der Fall.

 

Autor: Wilhelm G. Wennmann